Empfehlung
Irgendwo, aber am Meer
Es fängt damit an, dass ihm an einer Lesung bzw. einem «Kultur-Talk» auf einem Schloss von einer älteren Frau im Publikum vorgeworfen wird, seine Überlegungen seien das «reinste weisse Altherrengeschwätz». Die Lesung läuft völlig aus dem Ruder und er versteht plötzlich, dass das Publikum seine Gedankenspiele überhaupt nicht nachvollziehen kann oder will.
Der Vorwurf des Altherrengeschwätzes und die missratene Veranstaltung entziehen ihm den Boden unter den Füssen und in einer eigentlichen Realitätsflucht fährt der Autor nach Griechenland ans Meer. In einer Art Standortbestimmung denkt er dabei nach über eine Welt, die nicht mehr seine ist und dies eigentlich auch nie war, über Zukunftsängste, Ungleichheit und Ungerechtigkeiten, aber auch über Schönheit und Beständigkeit.
Dies geschieht mit viel Selbstironie und Witz, und vermittelt eine im besten Sinn leicht altmodische, intellektuelle Melancholie.
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